I. Wichtige Erkenntnisse
Die Luftfrachtverbindungen zwischen Ürümqi und mehr als einem Dutzend europäischer Städte expandieren rapide. Seit Juni 2024 haben neun Frachtunternehmen neue Luftfrachtverbindungen zwischen Ürümqi und Städten in der EU, Großbritannien und der Schweiz eingerichtet. Dadurch entsteht ein direkter Handelskorridor aus einer Region, in der die chinesische Regierung Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einschließlich Zwangsarbeit, begeht.
Zu den per Luft transportierten Gütern gehören Produkte aus Branchen, die mit uigurischer Zwangsarbeit in Verbindung stehen. Die Fracht umfasst E-Commerce-Waren, Textilien, Schuhe, Elektronik und landwirtschaftliche Produkte – Branchen, die dokumentiert als von uigurischer Zwangsarbeit betroffen gelten.
Die neuen Luftfrachtverbindungen sind Teil der umfassenderen Strategie Chinas, der sogenannten „Air Silk Road“, um die Uigurische Region in die globalen Märkte zu integrieren. Die chinesische Regierung hat Ürümqi als zentralen Knotenpunkt für transkontinentale Frachtflüge im Rahmen der Belt and Road Initiative positioniert.
Es ist dringend notwendig, Durchsetzungslücken zu schließen und eine Mittäterschaft zu verhindern. Ohne sofortiges Eingreifen droht das wachsende Frachtaufkommen, uigurische Zwangsarbeit in europäische Lieferketten einzubetten. Die Europäische Union und nationale Behörden müssen handeln, um Hochrisiko-Fracht zu kontrollieren, Durchsetzungsressourcen bereitzustellen und die Verpflichtungen zur Beendigung von Zwangsarbeit-Importen einzuhalten. Mehr lesen…
