Stark besetzte Diskussionsrunde rät von weiterer Förderung des Instituts dringend ab

Ingolstadt – Am 11. Mai soll der Stadtrat über die weitere kommunale Förderung des Audi-Konfuziusinstituts abstimmen, doch wie bereits berichtet, formiert sich dagegen inzwischen deutlicher Widerstand in Teilen der Kommunalpolitik

Tenor: Angesichts des zunehmend totalitären Auftretens der chinesischen Führung gegenüber Andersdenkenden und ganzen Volksgruppen in ihrem Machtbereich dürfe die Einrichtung nicht länger mit Steuergeld unterstützt werden. Durch eine vom Ingolstädter Aktionsbündnis für die Wahrung der Menschenrechte der Uiguren und dem Weltkongress der Uiguren organisierte und hochkarätig besetzte Online-Diskussionsrunde sind die Kritiker am Samstag in ihrer Auffassung bestärkt worden.

An dem Meinungsaustausch über eine Internetplattform nahmen als Podiumsgäste die Bundestagsabgeordneten Margarete Bause (Grüne) und Martin Patzelt (CDU), Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD), Ursula Dusolt von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Ingolstädter FDP-Stadtrat Karl Ettinger teil. Moderiert wurde die Runde, zu der sich über 20 Zaungäste, darunter auch mehrere Stadtratsmitglieder quer durch (fast) alle Lager aufschalteten, von Franz Seitz vom Aktionsbündnis.

Durchweg äußerten sich die Diskussionsteilnehmer sehr kritisch zu den bisherigen Erfahrungen mit Konfuziusinstituten weltweit, aber insbesondere auch in Deutschland und natürlich in Bayern, wo es mit dem in Ingolstadt drei solcher Einrichtungen gibt. In der Stadt hatte das Institut, das bislang mit 50000 Euro aus dem kommunalen Etat gefördert worden ist, vor fünf Jahren vor allem auf Wunsch der Audi AG Fuß gefasst, die bekanntlich wie der gesamte VW-Konzern intensive wirtschaftliche Kontakte nach China unterhält und dort auch produziert. Ihren Sitz hat die Einrichtung, die offiziell vor allem der Vermittlung chinesischer Kultur dienen soll, vorerst bei der Technischen Hochschule (THI) gefunden. weiter lesen

 

Von uynigma

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