China-Botschafter kneift vor Uiguren-Debatte
China begeht Gräueltaten an der uigurischen Minderheit im eigenen Land – Exekutionen, Zwangs-Sterilisationen, Massen-Inhaftierungen, Entführung von Kindern gehören in der Region Xinjiang zur traurigen Tagesordnung.
Ob und wie Deutschland dagegen völkerrechtlich vorgehen kann, diskutierten die Bundestagsabgeordneten des Menschenrechtsausschusses am Montag. Für den morgigen Donnerstag hatte der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken (60), ein Gespräch mit den Abgeordneten zugesagt.
Doch jetzt kneift der China-Botschafter!
Wu Ken hat die Diskussionen mit den Menschenrechtlern im Bundestag kurzfristig platzen lassen. Dies teilte er per Brief (liegt BILD vor) mit: Es sei „bedauerlich, dass Ihr Ausschuss heute (Montag, d.Red.) eine ,Anhörung‘ abgehalten hat, die auf schlichtweg falschen Anschuldigungen gegen Xinjiang beruhte“.
Dann der Knallhart-Vorwurf: „Dies stellte eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dar.“ Die Grundlage für einen Dialog zur Situation der Uiguren zwischen China und den Abgeordneten des Bundestages sei durch die Anhörung „beschädigt worden“. weiter lesen
