Bereits in einem halben Jahr sollen die Winterspiele in Peking stattfinden. Bislang weigert sich das IOC, die Menschenrechtsverletzungen zu thematisieren.
Tokio/Berlin – Es waren stimmungsvolle Bilder, Bilder, die tatsächlich Vorfreude wecken. Paris legte sich ins Zeug, Paris durfte bei der Schlussfeier der Olympischen Spiele in Tokio eine erstaunlich lange Show abziehen und dabei suggerieren: In drei Jahren wird alles schöner, besser, unbeschwerter sein. Dem IOC mit Präsident Thomas Bach an der Spitze dürfte diese Aussicht gefallen. Allerdings: Zunächst kommt Peking. In nicht mal sechs Monaten (ab 4. Februar 2022). Und das wird kein Spaß werden.
IOC schweigt zu Menschenrechtsverletzungen in China
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) forderte Bach am Tag nach Tokio auf, endlich Stellung zur Lage der Menschenrechte zu beziehen. Bach „tritt mit seinem Schweigen zum Völkermord der chinesischen Regierung an der uigurischen Volksgruppe nicht nur die Werte der Olympischen Charta mit Füßen, sondern missachtet auch die Stellungnahmen von vielen UN-Experten“, sagte Hanno Schedler, GfbV-Referent für Genozidprävention. Das IOC könne auch nicht so tun, als wisse es von nichts. weiter lesen
