(Beirut) – Die saudischen Behörden bereiten offenbar die Abschiebung von zwei muslimischen Uiguren nach China vor, wo ihnen willkürliche Inhaftierung und Folter drohen, so Human Rights Watch heute. Die saudischen Behörden halten die Männer seit November 2020 willkürlich ohne Anklage oder Gerichtsverfahren fest.

Eine informierte Quelle berichtete Human Rights Watch, dass ein saudischer Beamter am 3. Januar 2022 zu einem der Inhaftierten, Nurmemet Rozi (Nuermaimaiti in seinem chinesischen Pass), 46, sagte, er solle sich „mental darauf einstellen, in wenigen Tagen nach China abgeschoben zu werden“. Die in der Türkei lebende Tochter des anderen Mannes, Hemdullah Abduweli (Aimidoula Waili in seinem chinesischen Pass), 54, ein Religionsgelehrter, postete in den sozialen Medien ein Video in arabischer Sprache, in dem sie erklärt, dass ihrem Vater und Rozi die Abschiebung droht, und appellierte an Saudi-Arabien, ihnen die Rückkehr in die Türkei zu gestatten, wo sie ihren Wohnsitz hatten. Die beiden Männer sind derzeit im al-Dhahban Mabahith (Geheimdienst) Gefängnis nördlich von Jeddah inhaftiert.

„Wenn Saudi-Arabien diese beiden uigurischen Männer abschiebt, sendet es die klare Botschaft, dass es mit der chinesischen Regierung und ihren Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sich gegen türkische Muslime richten, gemeinsame Sache macht“, sagte Michael Page, stellvertretender Direktor für den Nahen Osten bei Human Rights Watch. „Die Abschiebung von Menschen an Orte, an denen ihnen willkürliche Inhaftierung, Folter oder Schlimmeres drohen, könnte das Ansehen Saudi-Arabiens im Bereich der Menschenrechte weltweit weiter trüben.“ weiter lesen

Von uynigma

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