- In China gibt es Spannungen zwischen den herrschenden Han-Chinesen und ethnischen Minderheiten wie den Uiguren.
- Menschenrechtsgruppen werfen der chinesischen Regierung seit Jahren Folter, Misshandlungen und Indoktrinierung vor.
- Bei der Münchner Sicherheitskonferenz hat sich der chinesische Außenminister zu den Vorwürfen geäußert.
München. Chinas Außenminister Wang Yi hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz Vorhaltungen wegen Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren scharf zurückgewiesen. Es habe in der Provinz Xinjiang „nie“ sogenannte systematische Zwangsarbeit oder sogenannte Umerziehungslager gegeben. „Das sind Lügen, die fabriziert und verbreitet wurden als Desinformationen“, sagte Wang Yi, der per Video zugeschaltet war, am Samstag laut Übersetzung.
Er fügte hinzu: „Sie können mir glauben, dass die chinesische Regierung hier die Wahrheit sagt, Sie können unseren Veröffentlichungen hier trauen.“
Zahlreiche Vorwürfe gegen Chinas Regierung
Nach Schätzungen von Menschenrechtsgruppen sind Hunderttausende Uiguren und andere Angehörige von Minderheiten in den vergangenen Jahren in Xinjiang in Umerziehungslager gesteckt worden. Es gibt Vorwürfe der Folter, Misshandlungen und Indoktrinierung. In Xinjiang gibt es Spannungen zwischen den herrschenden Han-Chinesen und ethnischen Minderheiten. Uiguren beklagen kulturelle und religiöse Unterdrückung. Peking wirft ihnen Separatismus und Terrorismus vor. weiter lesen
