Mehr als 250.000 Verurteilungen
Human Rights Watch erhebt neue Vorwürfe gegen die chinesische Führung: In der Provinz Xinjiang werden die Uiguren demnach immer stärker verfolgt. Menschen würden mittlerweile für Vergehen wie »Streit suchen« weggesperrt.
Die Vorwürfe von Menschenrechtsverbrechen gegen die Uiguren in China reißen nicht ab. Nach Recherchen von Human Rights Watch (HRW) soll die Führung in Peking in den vergangenen Jahren die strafrechtliche Verfolgung von muslimischen Minderheiten massiv ausgebaut haben. In der Provinz Xinjiang würden lange Gefängnisstrafen für zweifelhafte Vergehen wie »Streit suchen« verhängt, erklärte die Menschenrechtsorganisation.
Zwischen 2017 und 2019 seien die Zahlen während eines harten Vorgehens gegen Uiguren und andere hauptsächlich muslimische Minderheiten massiv in die Höhe gegangen. So wurden laut HRW im Jahr 2017 knapp 100.000 Menschen verurteilt – im Gegensatz zu weniger als 40.000 im Jahr zuvor. Insgesamt seien mehr als 250.000 Menschen seit 2016 formell verurteilt und inhaftiert worden. weiter lesen
