In London hat ein unabhängiges Gremium mit der Anhörung von Angehörigen der chinesischen Minderheit der muslimischen Uiguren begonnen.

Zeugen berichteten vor dem sogenannten „Uiguren-Tribunal“ von Tötungen und Folter sowie Gruppenvergewaltigungen und Zwangssterilisationen von Frauen in Lagern in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang. Das Gremium mit Anwälten und anderen Experten will im Dezember einen Bericht zu den Menschenrechtsverletzungen veröffentlichen. Das Tribunal ist keiner Regierung angeschlossen und wurde auf Bitten der größten Exil-Uiguren-Organisation eingerichtet, dem Weltkongress der Uiguren. China lehnt die Veranstaltung ab und hat Sanktionen gegen die Beteiligten verhängt.

Menschenrechtsorganisationen zufolge sind in Xinjiang mindestens eine Million Angehörige der Uiguren und anderer muslimischer Minderheiten in Haftlagern eingesperrt. Dort werden sie demnach zur Aufgabe ihrer Religion, Kultur und Sprache gezwungen und misshandelt. Die USA werfen Peking deshalb Völkermord vor. Nach chinesischer Darstellung handelt es sich um Ausbildungsprogramme gegen Extremismus.

Diese Nachricht wurde am 05.06.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet. weiter lesen

Von uynigma

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